Privatkredite

· Privatkredite

Der Begriff Privatkredite wird heute für zwei unterschiedliche Arten von Darlehen verwendet. Einerseits werden Kredite von Banken an Privatkunden, teilweise auch an besondere Privatkunden, als Privatkredite bezeichnet. Andererseits werden Darlehen von Privatpersonen als Privatkredite bezeichnet, denn sowohl der Kreditnehmer als auch der Kreditgeber sind hier im privaten Bereich anzusiedeln.

Eine andere Bezeichnung für diese Art von Krediten ist auch Kredite von Privat an Privat. Diese Art von Darlehen gibt es seit einigen Jahren wieder, auch wenn die ersten überhaupt vergebenen Kredite im Grunde ebenfalls Privatkredite waren. Denn vor Jahrhunderten waren es immer Privatpersonen, die als Kreditgeber auftraten, zumal es die Banken noch gar nicht gab. Diese ursprünglichste Form der Kreditvergabe erlebt seit einigen Jahren eine Art Comeback. Der große Unterschied zu den früheren Privatkrediten besteht darin, dass die Angebote viel organisierter und globaler verfügbar sind. Waren es früher vor allem Freunde, Familienangehörige und gute Bekannte, die einen Privatkredit vergeben haben, so ist es heutzutage nicht unüblich, das Kapital als Kredit von einer völlig fremden Person geliehen zu bekommen. Kreditsuchende und Kreditgeber finden heutzutage auf den so genannten Kreditbörsen bzw. den Kreditplattformen zusammen. Dort können beide Parteien ihre Gesuche und Angebote einstellen, sodass die Kreditbörsen im Prinzip ein großer virtueller Marktplatz sind, auf dem Angebot und Nachfrage zusammentreffen.

Sowohl für viele Kreditnehmer als auch für viele Kreditgeber als Anleger haben die Privatkredite durchaus Vorteile zu bieten. Der Vorteil für den Kreditgeber liegt vorrangig darin, dass er durch den Kreditverleih einen höheren Ertrag erzielen kann, als wenn er sich für eine verzinsliche Geldanlage im recht sicheren Bereich entscheiden würde. Denn bis zu zehn Prozent kann der Kreditgeber durchaus verlangen, wenn er sein Kapital über die Kreditbörse verleiht. Aber auch für den Kreditnehmer haben die Privatkredite durchaus Vorteile. So können beispielsweise auch Kreditsuchende in den Genuss eines Darlehens kommen, die aufgrund einer nicht positiven Schufa bei Banken keinen Kredit mehr bekommen würden.

Das Gleiche gilt auch für Personen, die zwar an sich kreditwürdig sind, aber von der Bank aufgrund der gewünschten Höhe des Darlehens ebenfalls eine Absage erhalten. Beim Privatkredit hingegen wird häufig Kapital von ganz vielen verschiedenen Kreditgebern gesammelt, sodass das Risiko aufgrund der reduzierten Summe für den einzelnen Kapitalgeber deutlich geringer ist, als wenn die Bank den gesamten Kreditbetrag zur Verfügung stellen muss. Nicht vergessen sollte man auch bei den Privatkrediten, die verschiedenen Angebote der privaten Kreditgeber miteinander zu vergleichen.